Weingut Zöhrer anno 1270
Die Wurzeln des Weingutes & der Familie Zöhrer reichen bis zur Zeit der Babenberger in der Geschichte Österreichs zurück. Um 1300 belehnte Albrecht I. (1245-1308) zwanzig seiner treuesten Gefolgsleute mit Ackerland, Auwäldern, Obst- und Weingärten in und um Weinzierl (heute ein Stadtteil von Krems), die Lehnherren von Krems/Weinzierl.
Die Fam. Zöhrer war eines der dazumals 20 Lehnherren und ist nun das letzte international aktive Weingut dessen. Über Generationen wurde das Wissen und die Tradition, Anton Zöhrer in die Wiege gelegt. Konsequent wird daran gearbeitet, das Potenzial der großen Rieden / Lagen, die zu den bedeutendsten des Kremstal zählen, auszuschöpfen. Denn dort, im Terroir von Ried Kremser Sandgrube, Ried Kremser Weinzierlberg, Ried Kremser Wachtberg, Ried Kremser Gebling, Ried Kremser Thurnerberg, Ried Kremser Limberg & Ried Kremser Goldberg, liegt die Stärke des Weinguts Zöhrers.
Die Rebstöcke wurden großenteils vom Großvater & Vater vor 40 – 100 Jahren ausgepflanzt, der Schwerpunkt liegt auf den Sorten Grüner Veltliner und Riesling. Die Weine haben ein unverkennbares Profil, sind Terroir geprägt und erfreuen sich Internationaler Wertschätzung.
ANTON ZÖHRER
Lehnherr von Weinzierl – Weinbau & Kellermeister
Träger der Grossen Ehrennadel in Gold mit Lorbeer
Mitglied der Weinritter Österreich, Weinbruderschaft Krems & Bruderschaft St. Christoph / Arlberg Hospitz
TONI ZÖHRER
CEO Weingut Zöhrer – Weinbau & Kellermeister
Toni Zöhrer führt das Familienweingut in 36ter Generation und ist stolz, mit seiner Familie & Team die Tradition weiterzuführen.
Wichtigste Rebsorte ist der Grüne Veltliner, von zentraler Bedeutung ist auch der Riesling, als Spezialität gelten Gemischter Satz, Muskateller, Chardonnay, Rosé und die Rotweine vom Zweigelt & Pinot Noir.
Für einen herausragenden Wein benötigt man eine große Lage, ein Gefühl für die Natur und einen unbändigen Willen, jeden Tag über seine Grenzen zu gehen.
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Die Kunst der Vinifikation großer Weine ist, die Schöpfung so einfach wie möglich zu halten.
”
Anton Zöhrer – Lehnherr von Krems/Weinzierl
1112 – 1566
1112: Erstmalige Erwähnung von Weinzierl in der Gründungsurkunde des Klosters St. Georgen an der Traisen.
1240: Albero von Kuenring (Vogt der Lehner) wird in einem Dokument des Staatsarchives München erwähnt.
1270: Erste urkundliche Erwähnung der Familie Zöhrer in Krems.
1340: Herzog Albrecht II. bestätigt die Rechte der 20 Lehner.
1522–1566: Lösung der landesfürstlichen Weingärten aus der Verbindung mit den Lehen.
1705 – 1909
1705: Freikauf von der Grundherrschaft Grafenegg durch die Lehnergemeinde für 12.200 Gulden; Erwerb von Verwaltung und Gerichtsbarkeit für das Dorf Weinzierl.
1795: Kauf der Antonikirche und des Siechenspitals vom Bürgerspital-Krems.
1876: Einweihung des neuen Friedhofes.
1905: Freiwillige Zusammenführung von Krems zu Weinzierl.
1909: Weinzierl umfasst 85 Hausnummern.
1923 – 1976
1923–1929: Auflösung des gemeinsamen Besitzes und Aufteilung auf die einzelnen Mitglieder bis auf einen Restbesitz.
1953: Erster Jahrgang Ried Kremser Weinzierlberg.
1954: Geburt von Anton Zöhrer XXXV.
1955: Erster Jahrgang Ried Kremser Gebling.
1976: Meisterprüfung von Anton Zöhrer XXXV.
1980 – 2009
1980: Geburt von Toni Zöhrer XXXVI.
1983: Eröffnung des neuen Standorts in der Kremser Sandgrube 1.
1985–1995: Mehrmalige Gold- & Großgoldmedaillen bei österreichischen Weinmessen.
1989: Erste Exporte der Weine ins Ausland.
1996: Aufnahme in den Salon Österreichischer Weine.
1997: Eröffnung des Gästehaus Zöhrer.
2002: Umstellung auf Schraubverschluss; mehrmalige Siege bei der Kremser Sandgruben Champion Verkostung (2000 bis heute).
2003: Meisterprüfung von Toni Zöhrer XXXVI.
2005: Erster Export nach Nordamerika.
2009: Erster Export nach Asien.
2010 – 2019
2011: Toni Zöhrer wird zum Newcomer of the Year gewählt.
2012: 3 Nominierungen im Salon Österreichischer Wein; Start der Patenschaft bei der „Sand1 Kollektion“.
2013: Geburt von Anton Zöhrer XXXVII.
2016: Erster Jahrgang Ried Kremser Wachtberg.
2017: Übernahme des Betriebs durch Toni Zöhrer XXXVI.; „Entdeckung des Jahres“ bei Wein.plus; Vizeweltmeister AWC Vienna für Grüner Veltliner SAND 1.
2018: Geburt von Sophie Zöhrer I.
2019: Export in 20 Länder.
2020 – Heute
2020: 750 Jahre Weingut Zöhrer & 40 Jahre SAND 1.
2021: Erweiterung der Sortenvielfalt auf 10 Qualitätssorten.
2022: Vizeweltmeister AWC Vienna für Ried Thurnerberg Grüner Veltliner; Erweiterung des Sortiments auf 9 Rieden-/Lagenweine.
2023: Doppel-/Trippelsieg in Deutschland (Beste Weine der Verkostung) für Ried Wachtberg und Ried Weinzierlberg Grüner Veltliner.
“
Das ist nicht erlernbar – das ist Leidenschaft.
Toni Zöhrer
Kellermeister & Sommelier
”
Kremstal DAC (Districtus Austriae Controllatus) als Vorreiter entlang der Donau. Die neu geschaffene Herkunftsbezeichnung Kremstal DAC bringt frische Dynamik in ein etabliertes Gebiet. Erfreut über die Entscheidung des Regionalen Weinkomitees ist auch die Österreichische Weinmarketinggesellschaft (ÖWM).
„Das Kremstal ist national und auch international ein renommiertes Weinbaugebiet. Die neue Kremstal DAC stärkt unsere Bestrebungen nach typischen Herkunftsweinen in Österreich“, ist Willi Klinger, Geschäftsführer der ÖWM, überzeugt. „Auch international wird Kremstal DAC die Position des Gebiets durch ein klares Geschmacksprofil festigen.“
Das Kerngebiet feiner Weißweine
Kremstal dac
Kremstal stärkt seinen Herkunfts-Charakter
Grüner Veltliner und Riesling gelten als Leitsorten des Kremstales. Sie stehen für über 70 % der zur Prüfnummer eingereichten Weine. Deshalb wurde die Verkehrsbezeichnung Kremstal DAC auch für diese beiden Rebsorten eingerichtet. Der Wein muss – nach dem Weingesetz – reinsortig sein. Ein Kremstal ist daher entweder ein Riesling oder ein Grüner Veltliner.
Zwei Ausbaustufen: Kremstal DAC und Kremstal Reserve DAC.
Ein klassischer Kremstal DAC hat einen Alkoholgehalt von 12 oder 12,5 %vol laut Etikett. Ein Kremstal DAC muss laut Weingesetz trocken sein und eine sorten- und gebietstypische, also frische, fruchtige, würzig-duftige Aromatik aufweisen. Diese Stilistik überwacht die amtliche Kostkommission auf Basis von Referenzweinen. Ein Kremstal DAC darf keine Aromen enthalten, die auf einen Ausbau im neuen kleinen Holz oder auf Botrytis zurückzuführen sind. Der früheste Einreichtermin für einen Kremstal DAC ist der erste (zweite) Jänner jenes Jahres, das auf die Ernte folgt.
Kremstal DAC Reserve – das Adelsprädikat für die großen Weine.
Die Vinotheken vieler Weingüter des Kremstals belegen die Tradition großer Weine über viele Jahrzehnte. Kremstal DAC mit dem Zusatz Reserve hat reife Aromen, Dichte am Gaumen und oft einen geschmeidigen Abgang. Sie hat daher mindestens 13 %vol Alkohol und darf bis zu 9 Gramm Restzucker aufweisen. Die Sortentypizität steht im Vordergrund, ein Ausbau im kleinen neuen Holzfass ist jedoch erlaubt. Die dadurch entstehende Aromatik kann demzufolge Bestandteil des Aromenspektrums eines Kremstal DAC Reserve sein, genauso wie zarte Anklänge an Botrytis. Der früheste Einreichtermin für einen Kremstal DAC Reserve ist der fünfzehnte März jenes Jahres, das auf die Ernte folgt.
Die Verkehrsbezeichnung Kremstal DAC dürfen nur Weine tragen, die aus Kremstaler Weingärten stammen und im Kremstal vinifiziert und abgefüllt wurden.
Copyright: ÖWM
RIEDEN / LAGEN
Die Weinstadt Krems ist das Zentrum der Appellation Kremstal und weithin bekannt als der Inbegriff für österreichische Weinkultur. Die berühmten Weinberge die die historische Altstadt umgeben, genießen internationale Wertschätzung. Der hier über Jahrtausende abgelagerte Lössboden ist der Nährboden für unsere Weine.
RIEDE / LAGE / CRU
KREMSER LIMBERG
– anno 1300 –
Die Ried Kremser Limberg, auf mineralischen Gneis liegenden Löss & kristallinen Quarzgestein, ist der höchste Weinberg des Kremstals, dessen Zeilen eine Nord/Süd-Ausrichtung zur stärkeren Durchlüftung & größerem Kälte/Wärme-Spiel haben.
Fundort der mit 36.000 Jahren ältesten Venusfigur der Menschheit – einer Frau.
RIEDE / LAGE / CRU
KREMSER LIMBERG
– anno 1300 –
Die Ried Kremser Limberg, auf mineralischen Gneis liegenden Löss & kristallinen Quarzgestein, ist der höchste Weinberg des Kremstals, dessen Zeilen eine Nord/Süd-Ausrichtung zur stärkeren Durchlüftung & größerem Kälte/Wärme-Spiel haben.
Fundort der mit 36.000 Jahren ältesten Venusfigur der Menschheit – einer Frau.
WEINQUALITÄT
Die Böden / Terroir
Der steinige Urgestein und auch der Schieferboden speichert die Sonnenwärme und sorgt so in kühleren Nächten für einen ausgeglichenen Wärmehaushalt in den Weinterrassen. Jedoch Steinböden bewirken noch mehr. Sie sind sehr kaliumhaltig und bieten den Rebstöcken eine reichhaltige, natürliche Mineralienquelle, die auch bis in die Trauben kommt. So prägen die Urgestein & Schieferböden in unverwechselbarer Weise den mineralischen Geschmack unserer Gigant und auch Urknall Kollektionen.
Der Löss, mächtig, tiefgründig und sehr feingliedrig. Die Fruchtbarkeit resultiert aus der kleinen, aber nicht zu feinen Korngröße und dem damit verbundenen leicht zugänglichen Mineralreichtum. Bis zu 17 m Tiefe Wurzeln geben unseren Weinen aus der Sand1, ClassiC, Impuls & Urknall Kollektion ihren unverwechselbaren lauten Duft & elegant runden Geschmack. Auch unsere Rotwein Kollektion kommt zum größten Teil vom Löss und erfreut sich deshalb seiner Komplexität & Dichte.
Alte Rebstöcke
Terrassenlagen, nach Süden und zur Donau ausgerichtet, sorgen für das perfekte Klima. Der Südhang garantiert von morgens bis abends Sonnenlicht, das auch durch die Donau auf den Weinterrassen reflektiert wird. Überdies speichert die Donau wie die Urgestein, Löss & Schieferböden die Wärme der Sonne und gibt sie nachts und an kühleren Tagen an die Reben ab. Dieses Mikroklima sorgt für eine lange Vegetationsperiode, in der die Trauben langsam reifen und dabei ihre erfrischende Säure bewahren.
Der Ertrag
Gesund und reif geerntete Trauben am Punkt, geht das Weingut Zöhrer Jahr für Jahr unter dem Motto der Generationen vor: Weniger Trauben am Stock – mehr Weinqualität im Keller!
Kontrollierter & Integrierter Weinanbau (KIP)
Mit grünem Auge betrachtet das Weingut Zöhrer als „integriert“ arbeitende Erzeuger die Bodenfruchtbarkeit als wichtigste Grundlage im Erzeugen großer Weine. Wir bemühen uns, Fremdeinwirkungen in die Natur so gering wie möglich zu halten, und wenden stets zuerst Methoden an, die den Maßnahmen des biologischen Anbaus gleichen oder ähneln. Eine Komplettumstellung aller Weingärten wird von Toni Zöhrer in Aussicht gestellt, ist jedoch bei den Terrassenlagen ein langer und harter Weg!
Mit dem integrierten Weinanbau (KIP) hat sich in den letzten Jahren ein weiterer Bereich in naturnahen Anbauweisen etabliert, der Umwelt- und Naturschutz mit Wirtschaftlichkeit und sozialem Interesse kombiniert. Dieses Dreieck aus Ökologie, Ökonomie und Sozialem basiert auf dem Konzept der Nachhaltigkeit und bringt zum Ausdruck, dass Verbesserungen in einem der drei Bereiche niemals zu Lasten der anderen Bereiche gehen dürfen.
Synonyme:
„Umweltschonender Weinbau“ (Deutschland)
„Viticulture Raisonnée“ (Frankreich).
„Kontrolliert Integrierte Produktion“ (Österreich)
Ebenso wie bei „Bio“ gibt es Anbaurichtlinien, die in der EU durch Verbände festgelegt und kontrolliert werden.
Zu den wichtigsten Organisationen zählen:
„Kontrolliert Umweltschonender Weinbau“ (KUW)
„Verband Deutscher Prädikatsweingüter“ (VDP) Deutschland
„Terra Vitis“ (TV) Frankreich
„Kontrollierte Integrierte Produktion“ (KIP) Österreich.
Unser Plädoyer für den Schraubverschluss
Wir werden immer wieder gefragt, warum wir unsere Orts & Rieden / Lagenweine nicht mit Kork verschließen.
Schraubverschluss hat für uns folgende qualitative Vorteile:
- verbesserte aromatische Stabilität, langsamere oxidative Alterung
- Zöhrer Weine sind möglichst naturbelassen und puristisch. Durch den Einsatz von Schraubverschluss ist ein deutlich geringerer Einsatz von Schwefel im Wein notwendig.
- Es ist entscheidend, ob bei der Füllung der Hals der Flasche mit CO2 überlagert wird oder nicht. Wenn nicht überlagert wird, ist der Einfluss des Sauerstoffs mit dem der Abfüllung mit Naturkork vergleichbar – die Luft in der Flasche fördert den Reifeprozess.
- Ein Großteil der Weinreifung passiert im ersten halben Jahr nach der Füllung durch den im Hals bzw. im Kork befindlichen Sauerstoff – ca. 4 mg/l O2. Die weitere Reifung durch Diffundieren des Sauerstoffs zwischen Kork und Flaschenhals ist nicht kalkulierbar und variiert von Kork zu Kork teilweise um ein Vielfaches:
Naturkork: 0,5 mg – 23 mg(!!) O2/Jahr
Schraubverschluss: 0,0 mg – 1,5 mg beim Schrauber
Die besten Korken sind ähnlich dicht wie Schraubverschlüsse. Allerdings kann die Dichtheit kein Korkproduzent garantieren. Die Folge sind enorme Flaschenunterschiede bei gleichen Chargen. Beim Schraubverschluss ist die Reifung kalkulierbar, beim Naturkork nicht. - Sicher der wichtigste Grund: keine korkenden Weine!
Im Sinne der Qualität lassen wir uns in diesem Fall nicht von Emotionen leiten, sondern vertrauen auf Fakten und Erfahrungswerte.